KINDERSOLDATEN
ein Überblick

Nach UN-Schätzungen nehmen derzeit etwa 300.000 Kinder aktiv an bewaffneten Kämpfen teil. Weitere Hunderttausende sind in die Armee von Regierungen oder bewaffneten Milizen eingebunden und können jederzeit zum Kämpfen gezwungen werden. Und die Tendenz ist steigend. Waffen werden kleiner und leichter - "kinderleicht".

Kinder gelten als gute Kämpfer. Sie sind gehorsam, leicht manipulierbar - und billiger: im Sold und bei der Verpflegung. Häufig kommen die Kinder auch freiwillig, weil sie keine Familie mehr haben und beim Militär versorgt werden. Auch Mädchen werden rekrutiert. Kinder kommen als Boten, Träger, Spione und "Soldatenbräute" zum Einsatz. Oder sie werden als lebende Minensucher buchstäblich "verheizt".

Zum Morden gezwungen, sind sie zugleich wehrlose Opfer, die schwerste körperliche und seelische Schäden davontragen. Ist der Krieg vorbei, interessiert sich niemand mehr für sie. Hilfe gibt es nur selten. Gelernt haben die Kinder vor allem eins: Gewalt anzuwenden. Und so entsteht ein Teufelskreis. Gerade diese Kinder - Täter und Opfer zugleich - brauchen Ausbildung, ein Zuhause, friedliche Lebensperspektiven.




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