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Welche Zukunftperspektiven haben sie?
Auch diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten, sie ist abhängig von individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen sowie ganz wesentlich von der allgemeinen Situation im Land.
Natürlich spielt auch eine wesentliche Rolle, auch welcher Seite der Kindersoldat im Einsatz war. Solange der Krieg andauert, haben z. B. ehemalige Kämpfer der bewaffneten Opposition kaum Zukunftsaussichten, sie können in der Regel nicht aus der bewaffneten Gruppe austreten, von den Kriegsgegnern werden sie gejagt und ermordet.
Nach Kriegsende, bei einem Waffenstillstand oder Friedensschluss hängt es stark davon ab, ob es Eingliederungsprogramme gibt oder nicht, ob eine internationale Beobachtung und Hilfsstrukturen vorhanden sind, ob es Nichtregierungsorganisationen gelingt, den Kindern und Jugendlichen zu helfen etc.
Besonders wichtig sind Suchdienste und Familienzusammenführungsprogramme. Die schlechteste Variante ist, wenn die Kinder sich selbst überlassen werden und zusehen müssen, wie sie überleben. Dann ist die Gefahr groß, dass sie mit ihren Waffen holen, was ihnen die Gesellschaft verweigert. Es bilden sich plündernde Banden, die den ganzen Friedensprozess zerstören und das Land ins Chaos stürzen können.
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