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Für welche Ziele kämpfen die Kinder? Welche Ursachen haben die dort bestehenden Konflikte?
Die Ursachen der Konflikte und die Liste der Ziele ist im Einzelnen so lang und so vielfältig wie die Liste der Länder, die Kindersoldaten einsetzen.
Generell lässt sich sagen, dass Ungerechtigkeit und religiöse, politische oder ethnische Unterdrückung oftmals Ursache und Auslöser von bewaffneten Auseinandersetzungen sind.
Viele der Kriege dauern schon sehr lange, so dass die ursprünglichen Motive längst in Vergessenheit geraten sind. In manchen Ländern, zum Beispiel in Kolumbien, im Kongo oder Angola hat sich eine spezielle Kriegsökonomie herausgebildet. Viele Menschen leben buchstäblich vom Krieg und haben deshalb ein Interesse daran, dass er niemals endet. Krieg ist leicht zu beginnen, aber nur sehr schwer wieder zu beenden. Viele Kinder werden in den Krieg hineingeboren und wachsen in ihm heran.
Die Ziele des Krieges werden von den Erwachsenen bestimmt. Kindersoldaten unterliegen im Übrigen wie alle Soldaten dem Gesetz von Befehl und Gehorsam, dass heißt, sie müssen gehorchen, ohne den Sinn in Frage zu stellen. Es gibt sicherlich auch Kindersoldaten, die aus religiöser oder politischer Überzeugung mitkämpfen.
Die große Masse jedoch hat ganz andere Motive: Angst vor Übergriffen des Gegners; Angst vor Strafen und Misshandlungen durch die Kommandeure; Hoffnung auf Schutz, Sicherheit und Versorgung; manchmal auch die Motivatation, mit der Waffe in der Hand rauben und plündern zu können.
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