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Kinder sind wie Blumen, die blühen (afrikanisches Sprichwort) Samstagmorgen. Eine Fußgängerzone. Menschen, die es eilig haben. Bepackt mit Taschen und Tüten. Die Blicke auf die Schaufenster gerichtet. Oder auf die Gehwegplatten. Plötzlich stutzen die Vorbeihastenden. Halten inne. Aus den Ritzen zwischen den Platten sprießen Blumen. Strohblumen an kleinen Drähten befestigt stecken in den Spalten. Was soll das? Verunsicherung. Dann fällt der Blick auf ein Spruchband:
»Straßenkinder sind wie Blumen, die zertreten werden.«
Vorsichtig umgehen die Passanten die Strohblumen. Nur keine zertreten. Jetzt sind sie bereit, die Informationstafeln zu lesen. Die Texte sind knapp, die Fotos eindringlich. Auf der ersten Tafel wird die Situation der Straßenkinder in Lateinamerika in wenigen Worten dargestellt. Über der zweiten ist die Überschrift zu lesen:
»Freiwild Straßenkinder - Menschenrechtsverletzungen an Straßenkindern.«
Auf der dritten Tafel werden Möglichkeiten gezeigt, wie man diesen Kindern helfen und Projekte mit ihnen unterstützen kann. Viele, die es zuvor eilig hatten, bleiben stehen und nehmen sich die Zeit , die Informationen zu lesen. Und sie nehmen einen Handzettel entgegen, sehen sich vielleicht sogar den Büchertisch mit weiteren Informationen an. Wer die Aktion nachmachen möchte, darf nicht vergessen, für die Infostand eine Genehmigung beim Ordnungsamt zu beantragen. Informationsmaterial gibt es bei terre des hommes. Die Straßenblumen lassen sich am besten an kleinen Drähten befestigen. Man kann auch halbierte Luftballondrähte nehmen. Am Rand des Bürgersteigs lässt man einen schmalen Durchgang frei, an dem sich Verteilerinnen und Verteiler von Flugblättern aufstellen können.
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