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Genau das wollten Kinder in Heilbronn. Krieg in Bosnien. Krieg in vielen Teilen der Welt. Von einer Erde der Menschlichkeit ist nicht viel zu spüren. Ratlosigkeit herrschte unter den 16 acht- bis zwölfjährigen Kindern des Malkurses eines Heilbronner Kunstateliers. Trotzdem sollten sie sich nicht von diesem Gefühl lähmen lassen und wurden aktiv. Sie begannen, Labyrinthe zu zeichnen. »Durch Labyrinthe sollen die Verwirrungen zum Ausdruck kommen, die bei Kindern in Kriegs- und Krisengebieten entstehen«, schreibt Janina. »Sie sollen zum Ausdruck bringen, wie schwer die Lage der Kinder ist, die nach einem Krieg unter Umständen alleine weiterleben müssen. Sie befinden sich sozusagen in einem Labyrinth der manchmal unüberwindlich scheinenden Schwierigkeiten.«
Von ihren Zeichnungen konnten die Kinder - ohne Druck- und Papierkosten - Plakate herstellen lassen. Sie sollten verkauft werden, um mit dem Erlös die Arbeit von terre des hommes zu unterstützen. Die Kinder brachten ihre Plakate zu Schulen, Museen, Bäckereien, Geschäften und Apotheken. Dort konnte man sie für zehn Mark erwerben. Einige tausend Mark kamen zusammen. Mindestens ebenso wichtig wie dieses konkrete Ergebnis sind das Engagement und der Wille der Kinder, sich für eine Entwirrung einzusetzen.
Phantasievoll und aktiv waren Kinder an vielen Orten. Von der Sponsorenwanderung über Basare und Spielzeugwerkstätten bis hin zum »Lehrer-Handschriften-Raten« reichte die Palette der Ideen, die sich junge Menschen im vergangenen Jahr haben einfallen lassen, um ganz praktische Solidarität zu üben.
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