ALLTAG IM ELEND

Steiner-Schüler arbeiten für Jugendliche in Kolumbien

Es begann an einem kalten Novembertag, an dem wir uns bibbernd und schlecht gelaunt in die Schule schleppten. Wir kamen uns wie die bemitleidenswertesten Kreaturen auf diesem Planeten vor. Und dann auch noch gleich um acht Physik!

Unser grauer Tag wurde durch die Ankündigung erhellt, dass wir um zehn Uhr in unserem Festsaal ein Theaterstück von einer Gruppe namens Taller de Vida besuchen dürften . Leute aus Kolumbien sollten das sein? Auf Spanisch? Da versteht man doch nix! Aber besser als Unterricht auf jeden Fall. Also stiefelten wir Richtung Festsaal.

Und da spielten sie! Von Tod und Vertreibung, Elend und Misshandlung erzählten sie. Dennoch versprühten sie eine ungeheure Lebensenergie und ein »Wir-geben-nicht-auf!.« Alltagsszenen aus einem Leben, das für uns wie aus der Tagesschau abgekupfert aussah. Für diese zehn Jugendlichen war es jedoch verdammte Realität. Sie gaben uns mit ihrem Stück »Der Tod ist los« Einblick in ihre Welt. (»Taller de Vida« wurde dargestellt unter terre des hommes/Themen/z.B.Kinder im Krieg/Friedensarbeit)

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