WAS KOSTET WOHL EIN STERNENHIMMEL?


Tausend Tücher für Stockholm - Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Die V-EZ (Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit) lädt ein zu Theater und Diskussion am Dienstag, 10. Juni 2008, 19 Uhr.

Mit dem Theaterstück über den Kinderhandel:
»Was kostet wohl ein Sternenhimmel» macht die südkoreanische Schauspielerin Ok-Hee Jeong den Auftakt zur Diskussion über Kinderrechte.

Ort: V-EZ Bad Honnef, Lohfelder Str. 128, Gr. Saal

Daran anknüpfend beleuchten Dr. Anna Würth vom Deutschen Institut für Menschenrechte,
Berlin und Dr. Timo Weinacht, Sektorvorhaben GTZ
die Thematik:
• Die Situationsanalyse: Welche Konsequenzen hat es, wenn eine schützende Umgebung fehlt, Kinderrechte nicht umgesetzt und Jugendliche nicht gefördert werden?
Wie hängen fehlender Kinderschutz und Gewalt zusammen? Wie mangelnde Jugendbeteiligung und Demokratiedefizite ?
• Der aktuelle Stand in der Debatte um Konzepte zur Durchsetzung von Kinder- und
Jugendrechten
Wie fördern staatliche und zivilgesellschaftliche Organisationen die Rechte von Kindern
und Jugendlichen in armen Ländern? Wie fällt die Bilanz der deutschen EZ auf
diesem Gebiet der Menschenrechte aus? Mit Beispielen aus der Praxis
• Was müsste geschehen, um künftig den Rechten von Kindern und Jugendlichen
mehr Gewicht zu verleihen?

Von terre des hommes nimmt am Podiumsgespräch teil : Peter Knauft, ehem. Vorstandsvorsitzender.
Infos zum Thema Kinderhandel

Moderation der Diskussion: Dr. Werner Würtele

Abteilungsleiter
Bereich 8 V-EZ Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit

InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH
Capacity Building International, Germany

Lohfelder Str. 128
53604 Bad Honnef, Germany
Fon +49 (0) 2224 - 926-303
Fax +49 (0) 2224 - 926-241
werner.wuertele@inwent.org
www.inwent.org

Zum Hintergrund:
Kinder und Jugendliche in der Entwicklungszusammenarbeit
Sie stellen in vielen Ländern die große Bevölkerungsmehrheit. Ihre Lage ist z. T. dramatisch: über 800 Mio. Kinder und Jugendliche weltweit leben in absoluter Armut. Ihre Rechte werden oft mit Füßen getreten. Horrormeldungen erreichen unsere Fernsehzimmer: wie Kinder und Jugendliche in jedweder Form ausgebeutet werden - und manchmal selbst Schrecken verbreiten, siehe Kindersoldaten. Millionen hausen auf den Straßen der Megastädte, haben keinen Zugang zu Bildung, sind zu Raub und Prostitution gezwungen, sind Opfer von Gewalt, Drogen, HIV-AIDS. Man schätzt, dass mindestens 20 Mio. Kinder kriegsbedingt auf der Flucht sind und rund 130 Mio. Mädchen und Frauen an Folgen der Genitalverstümmelung leiden. Ein besonders dunkles Kapitel ist das der sexuellen Ausbeutung und des Sex-Tourismus, dank ungebrochener Nachfrage aus dem Norden. Nach der UN-Kinderrechtskonvention (1989), von allen Ländern außer den USA und Somalia ratifiziert, genießen Kinder und Jugendliche umfassende Rechte: so etwa das Recht auf Nahrung und Bildung, Schutz vor Gewalt und ausbeuterischer Kinderarbeit, Kinderhandel und sexueller Ausbeutung. Doch in vielen Ländern ist das Wohl des Kindes nicht gerade Politik bestimmend...





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