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WOW-Day und Kuchentombola der Widarschüler helfen in Haiti Überleben sichern
Spenden über insgesamt 1740 € stellen die Widarschüler terre des hommes zur Verfügung. Kurz entschlossen hatten die Schüler der Widarschule Aktivitäten entfaltet, um nach dem Erdbeben zu helfen. Zunächst legte die 7. Klasse los mit einer Kuchentombola. Der Hauptgewinn, eine traumhafte Schwarzwälder Kirschtorte, fand einen begeisterten Empfänger. Die Spende von 520 Euro wurde symbolisch an Christiana Obermüller übergeben, nachdem sie in einer Unterrichtsstunde über die Arbeit des Kinderhilfswerks berichtet hatte.
Am 1. Februar wurden auch die Schüler der 9. Klasse aktiv. Sie hatten beschlossen, ihren jährlichen WOW-Day (Waldorf One World) vorzuverlegen. Einmal jährlich arbeiten Waldorfschüler für ein Projekt in benachteiligten Regionen und suchen sich Arbeitgeber, die ihnen die Stunden bezahlen. Alle 31 Schüler hatten sich schnellstens um einen Job gekümmert und gingen statt zur Schule an ihren Arbeitsplatz. Vom kellnern in der Pizzeria über Keller aufräumen, Babysitten und sogar neun Stunden arbeiten auf dem Bau für einen Maler- und Lackierbetrieb gab es eine große Bandbreite beim Einsatz der jungen Leute. Auch die Klassenbetreuerin, Kerstin Fricke, beteiligte sich an der Aktion mit einem Beitrag. Insgesamt hat die 9. Klasse, auch mit weiteren Spenden der Eltern, 1220 Euro zugunsten der Erdbebenopfer erzielt.
terre des hommes ist über die Schweizer Sektion der »Internationalen Föderation terre des hommes« (IFTDH) seit über 20 Jahren in der Bezirkshauptstadt Les Cayes im Südwesten der Insel tätig. Das Zentrum, das sich um unter- und mangelhaft ernährte Kinder kümmerte, war in dem Bezirkskrankenhaus untergebracht. Vorbeugend wurden darüber hinaus in über 20 Dörfern Frauengruppen unterstützt, die aufklärend tätig waren. Weitere Schwerpunkte waren sauberes Trinkwasser sowie die Abfallbeseitigung.
Terre des hommes Lausanne organisierte nach dem Beben kurzfristig 50 Schwestern, Pfleger und Experten in Katastrophenhilfe für das Krankenhaus als Anlaufstelle für Verletzte, die in Scharen aus der zerstörten Hauptstadt flüchteten und versorgte die Menschen mit Nahrung, Wasser, Hygieneartikel und Medikamenten. Im Krankenhaus wurde am laufenden Band operiert. Nun sind im Hof des Krankenhauses sowie auf den benachbarten Fußballplätzen zusätzliche Zeltunterkünfte für Kranke und Verwandte entstanden und bereits jetzt arbeiten Psychologen an einem Programm für traumatisierte Kinder. Alltagsstrukturen wiederherstellen und Schulen wiederaufbauen sind die wichtigsten nächsten Schritte.
Die Kinderhilfsorganisation arbeitet auf lokaler Ebene zusammen mit der haitianischen Gesundheitsbehörde, der Polizei, dem haitianischen Roten Kreuz und Organisationen der Vereinten Nationen. Außerdem ist terre des hommes im Bündnis »Entwicklung hilft«, wozu auch Brot für die Welt, medico international, Misereor und die Welthungerhilfe gehört, in der Nothilfe vernetzt. Vor Ort gibt es gegenseitige unbürokratische Hilfe, so hat kürzlich ein Projektpartner der Kindernothilfe Trockenmilchpulver von terre des hommes Lausanne erhalten.
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