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Etwas Statistik: In Ho Chi Min City leben rund 97.000 Kinder in besonders schwierigen Verhältnissen, 11.000 davon als Straßenkinder, weitere 13.000 sind Waisen. Einige dieser Kinder sind drogenabhängig, rund 6.300 sind bereits ernsthaft mit dem Gesetz in Konflikt gekommen.
Ursache für das Problem ist die Flucht der Landbewohner in die Stadt, nachdem ihnen auf dem Land durch Enteignung oder andere Ereignisse die wirtschaftliche Grundlage entzogen wurde. Der Traum vom besseren Leben platzt allerdings wie eine Seifenblase, die Familien landen ohne Arbeit und Einkommen in der Obdachlosigkeit, einige driften ab in illegale Aktivitäten und die Kinder als die am schwersten Betroffenen fristen ihr Leben – oft abseits der Familien – mit ausbeuterischen Gelegenheitsjobs, aber auch mit illegalen Tätigkeiten als Drogendealer, Drogenkuriere oder in der Prostitution.
Die Binh Loi Social Group als der Projektträger ist eine der wenigen lokalen Nichtregierungsorganisationen. Sie bietet den von ihr betreuten Kindern Gesundheitsvorsorge und warme Mahlzeiten, eine einfache schulische Ausbildung und hilft den älteren Kindern bei der Arbeitssuche. Durch Intervention bei den lokalen Behörden gelingt es, etwa die Hälfte der betreuten Kinder in öffentlichen Schulen unterzubringen, obwohl viele dieser Kinder nicht offiziell gemeldet sind.
Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit von Binh Loi Social Group ist der Schutz der Kinder vor Drogen und sexueller Ausbeutung. Dies geschieht, indem die Kinder und Jugendlichen über die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, unterrichtet werden.
Die Binh Loi Social Group wurde 1991 von fünf katholischen Ordensschwestern gegründet. Seit 1996 wird die Gruppe von terre des hommes Deutschland finanziell unterstützt. In den zurückliegenden Jahren hat die Gruppe fast 300 Kindern und Jugendlichen dabei geholfen, ihren Alltag selbst zu bewältigen. Mehr als 80 wurden soweit unterrichtet, dass sie den Übergang in öffentliche Schulen geschafft haben, rund 150 bekamen eine anderweitige Schulbildung. Viele dieser Kinder konnten an Berufsbildungseinrichtungen überwiesen werden oder bekamen Jobs vermittelt, damit sie zum Unterhalt der Familien beitragen können.
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